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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Ereignistafel 1956–1959

Die Anfänge 1956–1959

Gründung der Seestreitkräfte, Übernahme der ersten KSS des Projekts 50 in Saßnitz.

1956

Gründung der Nationalen Volksarmee der DDR mit der Verwaltung Seestreitkräfte (SSK).

Baubelehrung und Ausbildung der ersten KSS-Besatzungen in Saßnitz (Dwasieden). Zur Unterstützung der Ausbildung liegt das sowjetische KSS „Barzuk“ (Dachs) bis zum 22. November im Stützpunkt Saßnitz. Der Chef des Stabes der Seestreitkräfte, Konteradmiral Neukirchen, nimmt persönlich Einfluss auf die Ausbildung der Besatzungen und die Übernahme der Schiffe.

Befehl 205/56 des Chefs der SSK. Demnach ist ab Ausbildungsjahr 1956/57 in den SSK eine neue Struktur einzuführen. Unter Buchstabe F wird eine 6. Flottille genannt, der u. a. 2 KSS (1-61 bis 1-62) zu unterstellen sind.

Eintreffen der KSS in Warnemünde (Breitling), Bordausbildung/Übernahmen

Überfahrt nach Saßnitz, gleichzeitig Fahrterprobung mit kurzer AK-Fahrt Indienststellung der ersten beiden KSS Projekt 50 in Saßnitz: Bau-Nr. 50/1 mit Bord-Nr. 1-61 (später „Ernst Thälmann“) und Bau-Nr. 50/2 als 1-62 (später „Karl Marx“). Die Schiffe sind den Stoßkräften der Seestreitkräfte zugeordnet und dem Stab der damaligen 6. Flottille in Saßnitz unterstellt. Andere Quellen nennen die Indienststellung in Warnemünde (Pinnegraben) und sofort danach die Verlegung nach Saßnitz.

1957

Erstes selbständiges Auslaufen beider KSS

Bei einer Flottenparade zum 1. Jahrestag der Gründung der NVA werden beide KSS im Stadthafen Rostock erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Erstes Hauptkaliberschießen und Schuss des ersten Torpedos der SSK der DDR durch KSS „Karl Marx“

Kommandostabsübung der Verbündeten Ostseeflotten, Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ als darstellende Kraft. Nach Abschluss der Übung läuft das Schiff zur Auswertung in Baltijsk ein und verbleibt dort zwei Tage.

Teilnahme beider KSS an der ersten gemeinsamen Übung der Baltischen Flotte der UdSSR (BF), der Polnischen Seekriegsflotte (PSKF) und der SSK der DDR

Erster Flottenbesuch der SSK der DDR im Ausland zur „Woche des Meeres“ in der VR Polen (Gdynia) bei Teilnahme beider KSS und unter Leitung von Vizeadmiral Verner. Um 03.00 Uhr am 29.06. setzen die Schiffe während der Überfahrt unter den Klängen der Nationalhymne in See erstmalig die neue Dienstflagge der SSK und Kommandozeichen (Stander und Wimpel).

Stab der 6. Flottille verlegt von Saßnitz nach Parow

1958

Mit Beginn des Ausbildungsjahres 1958/59 erhalten die KSS neue Bordnummern: 1-61 ändert sich in 401 und 1-62 in 501

Auf dem Schiff „Ernst Thälmann“ tritt bei Masutübernahme Heizöl im Turbinenraum aus einem Peilstutzen, spritzt auf heiße Aggregateteile, entzündet sich und weitet sich zu einem Großbrand in Abteilung V aus. Die Reparatur in der Neptunwerft Rostock zieht sich bis Ende 1958 hin.

KSS „Karl Marx“ nimmt an einer einlaufenden Flottenparade in Rostock-Warnemünde teil.

KSS „Karl Marx“ ist Flaggschiff eines Verbandes der Volksmarine, der unter Leitung von Vizeadmiral Verner an der Woche des Meeres in Gdynia teilnimmt.

KSS „Karl Marx“ nimmt an einer gemeinsamen taktischen Übung der sozialistischen Ostseeflotten teil.

Rückverlegung des Stabes der 6. Flottille von Parow nach Saßnitz

1959

Eine Delegation des ZK der SED und des Ministerrates der DDR stattet den SSK der DDR einen Besuch ab. Teilnehmer sind u. a. Walter Ulbricht, Erich Honecker, Paul Verner, Karl Mewis, Herbert Warnke. Von KSS „Ernst Thälmann“ aus beobachten die Gäste Handlungen der SSK der DDR in See.

Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ an der „Woche des Meeres“ in Szczecin. Der Besuch steht unter Leitung von Konteradmiral Scheffler.

Beginn der Baubelehrung und Ausbildung der nächsten zwei KSS-Besatzungen in Saßnitz (Dwasieden)

KSS nehmen an einer gemeinsamen taktischen Übung der sozialistischen Ostseeflotten teil.

Uraufführung der „Störtebeker-Ballade“ während der 1. Rügenfestspiele in Ralswiek. KSS-Personal der Baubelehrungs-Einheit wird zur Sicherstellung eingesetzt. Auch in den Folgejahren werden die KS-Schiffe regelmäßig Personal für diese Aufgabe abstellen.

Takt. Übung der SSK und LaSK der DDR unter Teilnahme von KSS

Indienststellung weiterer Küstenschutzschiffe Projekt 50 durch den Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Willi Stoph: Bau-Nr. 50/3 mit Bord-Nr. 601 (später „Karl Liebknecht“) und Bau-Nr. 50/4 mit Bordnummer 701 (später „Friedrich Engels“).

Auflösung der 6. Flottille

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