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Wappen der Marinekameradschaft KSS e.V. Warnemünde: Anker mit LorbeerkranzDie Geschichte von KSSKüstenschutzschiffe der Volksmarine 1956–1990
Volksmarine der DDR · 1956 bis 1990

Die Geschichte von KSS

Küstenschutzschiff, kurz KSS, hieß bei der Volksmarine der DDR die Klasse ihrer größten Kampfschiffe. Die Marinekameradschaft KSS e.V. hat dokumentiert, was ihre Besatzungen erlebt haben, und es in zwölf Broschüren veröffentlicht. Dieses Archiv gibt sie unverändert wieder.

Seitenriss Projekt 50, Riga-Klasse, mit Bordnummer 142
Projekt 50 · Riga-Klasse1956–1977
Seitenriss Projekt 1159, Koni-Klasse, mit Bordnummer 141
Projekt 1159 · Koni-Klasse1978–1990
Seitenriss Projekt 133.1, Parchim-Klasse, mit Bordnummer 224
Projekt 133.1 · Parchim-Klasse1981–1990

Zusammengetragen von der Marinekameradschaft KSS e.V.

Die drei Schiffsklassen

Zu den Schiffen

Projekt 50

Riga-Klasse 1956–1977

Vier in der Sowjetunion gebaute Wachschiffe. Mit den beiden ersten Einheiten begann am 15. Dezember 1956 in Saßnitz der Truppenteil KSS.

Ernst Thälmann · Friedrich Engels · Karl Liebknecht · Karl Marx

Projekt 1159

Koni-Klasse 1978–1990

Drei Schiffe aus der Werft Selenodolsk: „Rostock“, „Berlin – Hauptstadt der DDR“ und „Halle“. Mit 96,50 m Länge die größten der drei KSS-Klassen.

Berlin – Hauptstadt der DDR · Halle · Rostock

Projekt 133.1

Parchim-Klasse 1981–1990

Sechzehn auf der Peenewerft Wolgast gebaute U-Boot-Abwehr-Schiffe, ab 1. Dezember 1986 als Küstenschutzschiffe 3. Ranges bezeichnet.

Angermünde · Bad Doberan · Bergen · Bützow · Gadebusch · Grevesmühlen · Güstrow · Ludwigslust · Lübz · Parchim · Perleberg · Prenzlau · Ribnitz-Damgarten · Teterow · Waren · Wismar

  • Klaus Martin, Wolfgang Rusch, Günter Senf, Fred Fleischer, Dietrich MahlkowEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31978Projekt 1159

    Bericht über die Überführung des ersten KSS Projekt 1159, der späteren „Rostock“, im Schlepp des Hochseeschleppers „Wladimir Rusanow“ vom 15. Mai bis 16. Juni 1978 von Sewastopol durch Schwarzes Meer, Mittelmeer, Ostatlantik, Nordsee und Ostsee nach Warnemünde. Eine Gruppe der künftigen Besatzung unter Kommandant Günter Senf nutzte die 31 Tage und rund 4580 Seemeilen zur Einarbeitung; geschildert werden Bordalltag, ständige NATO-Aufklärung, Stürme, ein Hai-Fang vor Marokko und das Einlaufen in Warnemünde.

  • Hartwig NiemannEpisoden und GedankenBroschüre Teil 61956–1959Projekt 50

    Hartwig Niemann, Matrose und Kesselgast der ersten Stunde, schildert seine Dienstzeit 1956 bis 1959 auf dem KSS 1-61: die Kesselanlage mit technischen Daten, Wartung und Alarmdienst, Landgang in Saßnitz, den ersten Auslandsbesuch in Gdynia 1957 mit dem erstmaligen Setzen der Dienstflagge, die Fahrt nach Baltijsk, das „chinesische Jahr“ sowie die Menschen an Bord wie Kommandant Hollatz, Oberbootsmann Füldner und Obermaat Lück.

  • Dieter Ballwanz, Dieter Kästner, Manfred Köhler, Peter Müller, Wolfgang Schmieder, Hans Steike, Wolfgang RuschEpisoden und GedankenBroschüre Teil 41976–1977Projekt 1159

    Gemeinschaftsbericht von sieben Mitgliedern der Marinekameradschaft über den einjährigen Lehrgang von rund 100 Angehörigen der 4. Flottille an der Kaspischen Höheren Seekriegsschule (KBBMKY) in Baku von März 1976 bis März 1977 zur Vorbereitung auf die KSS Projekt 1159. Geschildert werden Vorbereitung und Anreise per Eisenbahn, die Schule und ihre Unterbringung, der Russisch- und Fachunterricht, die Stadt Baku und ihre Menschen, Freizeit, Landgänge und Exkursionen sowie die Abschlussprüfungen und der Rückflug.

  • W. Lödel, D. VoglerEpisoden und GedankenBroschüre Teil 31983Projekt 133.1

    Die Kommandanten der KSS „Parchim“ (242) und „Bad Doberan“ (222) berichten in einem 1983 in der Zeitschrift „Ausbilder“ erschienenen Artikel über eine Sturmfahrt bei Windstärke 11 bis 12 während der Begleitung eines BRD-U-Bootes. Beschrieben werden die Vorbereitung auf die Sturmfahrt, Wassereinbrüche in den vorderen Abteilungen, das Seeverhalten des Projektes 133.1 sowie Schlußfolgerungen und eine Maßnahmenliste für Kommandanten und Wachoffiziere.

  • Adolf TippachEpisoden und GedankenBroschüre Teil 71913–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Adolf Tippach zeichnet die Geschichte des Marinestützpunktes Hohe Düne in Warnemünde von 1913 bis 1990 nach: vom kaiserlichen Marinefliegerstützpunkt und Seeflug-Versuchskommando über Flugzeugbau, Fliegerschule und Fliegerhorst der Luftwaffe bis zur Nachkriegszeit und zum Aufbau der Flottenbasis West und der 4. Flottille der Volksmarine. Beschrieben werden die Bauphasen des Stützpunktes, die Veränderungen im Schiffsbestand, das Minenräumen 1963/64, die Stationierung der KSS ab 1965 sowie die Übergabe an die Bundesmarine im Oktober 1990. Mit Lageplänen und einer Übersicht der Chefs der 4. Flottille.

  • Dieter LiebenauEpisoden und GedankenBroschüre Teil 111950–1991Projekt 50

    Dieter Liebenau fasst nach der russischen Internetseite atrina.ru die Entwicklungsgeschichte des sowjetischen Wachschiffes Projekt 50 (NATO: Fregatte Typ Riga) zusammen: Vorgängerprojekt 42, Projektierung ab 1950 im Büro ZKB-820, Antrieb, Bewaffnung, Funkmess- und Hydroakustik-Ausrüstung, Erprobung des Typschiffs „Hermelin“, Bau von 68 Einheiten, spätere Modernisierungen sowie Export an Indonesien, die DDR, Bulgarien und Finnland. Ergänzt um persönliche Erinnerungen an Besatzungsstärke und das Ende der vier KSS der Volksmarine.

Amüsantes

Alle

Die „Antichronik“, wie Teil 2 sie nennt: die Sammlung der lustigen Ereignisse um KSS.

  • Hans SteikeBroschüre Teil 2Projekt 50

    Bei einem Flottenmanöver soll das KSS „Karl Marx“ auf das Stichwort „Atomschlag“ einen Ausfall imitieren. Als der Kommandant beim Abfragen der Befehlsstände das Stichwort selbst ausspricht, löst der Leitende Ingenieur im Lärm des Turbinenraumes verfrüht die gesamte Einlagenkette aus.

  • Lothar KolditzBroschüre Teil 2Projekt 50

    Im Januar soll der Leitende Ingenieur in Saßnitz unauffällig eine ins Hafenwasser gefallene Rückholfeder der Flak bergen, bevor der Stab davon erfährt. Beim Tauchgang findet er zugleich die Wodkaflasche eines Kesselgastes, die dieser zu Silvester außenbords gekühlt hatte – der Kommandant lädt daraufhin zum „Rapport“.

  • Lothar KolditzBroschüre Teil 31962Projekt 50

    Während der Werftliegezeit der „Ernst Thälmann“ und „Karl Marx“ 1962 in Kronstadt galt für Matrosen und Maate beim Landgang Alkoholverbot. Stabsmatrose Lifka wurde wegen seines heruntergezogenen Augenlids mehrfach vom sowjetischen Streifendienst als vermeintlich Betrunkener aufgegriffen, bis der Sicherheitsoffizier Kapitän Michailow die Sache klärte.

  • Hans SteikeBroschüre Teil 31960er/1970er JahreProjekt 50

    Um dem unbeliebten Frühsport im Stützpunkt zu entgehen, versteckte sich ein langgedienter Stabsmatrose des Maschinenabschnitts in einem Schapp und setzte sich auf ein offenes Faß mit einer weißgrauen Masse – Ätznatron für die Kesselspeisewasser-Dosierung. Die Folgen für sein Hinterteil behandelte der Feldscher tagelang.

  • Wolfgang Schmieder, Hans SteikeBroschüre Teil 41976Projekt 1159

    Zwei heitere Reiseschilderungen von der Bahnfahrt der 1159-Lehrgangsteilnehmer nach Baku im März 1976: Wolfgang Schmieder erzählt von der „Fahrt im Kampagne-Waggon“ von Moskau nach Baku mit Bahnhofstoiletten, Wobla, Wodka und einem aserbaidschanischen Reisegefährten mit „Aerodrom“-Mütze. Hans Steike berichtet vom „Fehler in der Koppeltabelle“: Der Zug von Kiew nach Baku fuhr nur alle zwei Tage, was der Kiew-Gruppe einen unvergesslichen Zwangsaufenthalt mit Hilfe des DDR-Generalkonsulats bescherte.

Technik und Daten

Alle 37 Anhänge

Taktisch-technische Daten, Bewaffnung, Kommandanten, Gefechtsorganisation.

  • Der VorstandBroschüre Teil 21956–1990Projekt 50Projekt 1159Projekt 133.1

    Tabellarische Gegenüberstellung der taktisch-technischen Daten der Küstenschutzschiffe Projekt 50, 1159 und 133.1 (Besatzung, Deplacement, Abmessungen, Geschwindigkeit, Fahrstrecke, Antrieb, Bewaffnung) sowie eine Übersicht der Waffensysteme mit Ziel, Kaliber, Reichweite, Kadenz und Geschoßart. Ergänzte Fassung mit vervollständigten TTD des Projektes 133.1.

  • Der VorstandBroschüre Teil 21956–1991Projekt 50Projekt 1159

    Übersicht der Brigade- bzw. Abteilungschefs der KSS-Brigade/-Abteilung von 1959 bis 1990 sowie der Kommandanten aller Küstenschutzschiffe Projekt 50 („Ernst Thälmann“, „Karl Marx“, „Karl Liebknecht“, „Friedrich Engels“) und Projekt 1159 („Rostock“, „Berlin – Hauptstadt der DDR“, „Halle“) mit Dienstgrad bei Übernahme. Eine Vorbemerkung skizziert die Unterstellungsverhältnisse der KSS von 1956 bis 1990.

  • Der VorstandBroschüre Teil 41981–1991Projekt 133.1

    Liste der Abteilungschefs und Kommandanten der 2. und 4. KSS-Abteilung (bis 1984 2. und 4. UAWSA) der 4. Flottille in Warnemünde mit den KSS Projekt 133.1 „Lübz“, „Bad Doberan“, „Güstrow“, „Waren“, „Wismar“, „Parchim“, „Perleberg“ und „Bützow“, zusammengestellt nach persönlichen Erinnerungen, mit Dienstzeiträumen (Halbjahresangaben) und Dienstgraden bei Antritt der Dienststellung.

  • Broschüre Teil 61952–1985Projekt 50Projekt 1159

    Aus einer russischen Internetquelle übersetzte Daten zur Vorgeschichte der KSS in der sowjetischen Seekriegsflotte: sowjetische Namen und Baunummern, Kiellegung, Stapellauf, Übernahme und Dienstzeiten in der Baltischen Flotte bzw. Nordflotte für die vier Schiffe des Projektes 50 sowie Baudaten der drei Schiffe des Projektes 1159 aus der Werft Selenodolsk.

Die zwölf Broschüren

Alle Hefte

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