Die siebziger Jahre
Ende des Projekts 50, Ausbildung in Baku, Überführung der „Rostock“ und der „Berlin“.
1970
Die KSSA wird durch den Minister für Nationale Verteidigung als „Bester Truppenteil der NVA“ ausgezeichnet.
Zum 25. Jahrestag der PSKF besucht ein Verband der VM unter Leitung von Vizeadmiral Ehm Gdynia. Zum Verband gehören das KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff, ein MLR, ein U-Jäger und ein MSR.
Teilnahme des KSS „Ernst Thälmann“ am Manöver „Waffenbrüderschaft“ des Warschauer Vertrages
1971
KSS „Karl Marx“ nimmt als darstellende Kraft an der KSÜ „Sojus 71“ teil. Von Bord des KSS „Karl Marx“ aus beobachten E. Honecker, Armeegeneral Hoffmann, Vizeadmiral Ehm u. a. Persönlichkeiten Gefechtshandlungen von Raketen-, Torpedo- und U-Jagd-Kräften der VM in See.
Umbenennung der KSSA in 4. KSS-Abteilung. Im Zusammenhang damit erhält das KSS „Ernst Thälmann“ die Bordnummer 141 und das KSS „Karl Marx“ die Bordnummer 142
1972
Kubas Partei - und Regierungschef Fidel Castro besucht die Volksmarine, KSS „Karl Marx“ schießt Ehrensalut.
Der Präsident der CSSR Gustav Husak besucht die Volksmarine und weilt auch in der 4. KSSA
1973
Teilnahme an der gemeinsamen Übung „Taifun“
KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff macht zusammen mit dem UAW-Schiff „Wismar“ (Typ Hai) und dem MAW-Schiff „Bernau“ zu einem offiziellen Flottenbesuch, der von Vizeadmiral Ehm geleitet wird, in Leningrad fest.
KSS „Ernst Thälmann“ als Flaggschiff nimmt zusammen mit 2 UAW- und 3 MAW-Schiffen an einem Flottenbesuch in Gdynia teil. Leitung des Besuchs-Verbandes: Vizeadmiral Ehm. Nach Ausfall beider Maschinen muss das Schiff auf der Rückfahrt geschleppt werden.
1974
Teilnahme des KSS „Karl Marx“ an der Kommandostabsübung „WAL-74"
Stehende Flottenparade im Rostocker Stadthafen, Flaggschiff: KSS „Ernst Thälmann“
1975
Während einer Inspektion des Ministeriums für Nationale Verteidigung in der 4. Flottille wird auch die 4. KSSA überprüft.
Unter Leitung von Admiral Ehm nimmt die „Karl Marx“ als Führerschiff mit einem U-Jäger „Hai“ und zwei MSR am Flottenbesuch zum 30. Jahrestag der PSKF teil.
Die 4. KSSA ist Teilnehmer der KSÜ mit darstellenden Kräften „Meridian-75“.
1976
Ausbildung des Offiziers - und Berufs-Unteroffiziersbestandesin Vorbereitung der Übernahme von KSS Projekt 1159 in Baku (seemännische Laufbahnen) und Leningrad (Maschinenpersonal)
KSS „Ernst Thälmann“ und das Schulschiff „Wilhelm Pieck“ sind Teilnehmer eines Flottenbesuches in Leningrad, der unter Leitung von Vizeadmiral Ehm steht. Das KSS wird in den Paradeverband zum „Tag der Seekriegsflotte“ eingegliedert.
KSS „Karl Marx" wird außer Dienst gestellt. Das Schiff dient zeitweilig noch als Wohnschiff für die neu zu formierenden 1159-Besatzungen.
1977
Formierung der Besatzungen für die KSS 1159 in Warnemünde und Beginn einer intensiven Vorbereitung auf die Übernahmen der ersten beiden Schiffe.
Als letztes Schiff des Projektes 50 wird KSS „Ernst Thälmann“ außer Dienst gestellt.
Bordausbildung der 1. Besatzung für Projekt 1159 in Poti (Schwarzes Meer, Grusinien) auf dem Typschiff „Delphin“ mit Bord-Nummer 696
1978
Das KSS 1159/1 wird mit sowjetischer Bordnummer 693 von Sewastopol über Schwarzes Meer, Mittelmeer, Ost-Atlantik, Nordsee und Ostsee nach Warnemünde geschleppt.
See-Erprobung als Abschluss der Übernahme 1159/1
Kleine Indienststellung des Schiffes 1159/1 durch den Chef der 4. Flottille (Unterzeichnung des staatl. Übernahmeprotokolls, Flaggenwechsel)
Als erstes Schiff des Projektes 1159 wird die „Rostock" mit Bordnummer 141 durch den Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, im Stützpunkt Warnemünde offiziell in Dienst gestellt.
1979
Einrichtung der UAW-Zonen der Volksmarine. Nach Auslösung höherer Stufen der Gefechtsbereitschaft handelt der Chef der 4. KSSA (später 4. KSSBr) mit seinem Führungspunkt als Chef der Suche und koordiniert in See die Handlungen der UAW-Kräfte der Volksmarine und zugeteilter Kräfte der VOF. Diese Aufgabe bleibt bis zur Auflösung der Volksmarine bestehen.
Zum Jahreswechsel toben mehrere Schneestürme über die Ostsee-Küste. Meterhohe Verwehungen lassen den Straßen- und Eisenbahn-Verkehr zusammenbrechen. KSS-Personal ist im Übersee-Hafen, auf der Autobahn Rostock-Berlin und an der Bahnstrecke Rostock-Stralsund im Einsatz.
Bordausbildung der 2. Besatzung für 1159 in Poti
KSS „Rostock" nimmt an den Übungen „Start 79" und „Polygon 79“ teil.
Kleine Indienststellung des Schiffes 1159/2 durch den Chef der 4. Flottille (Unterzeichnung des staatl. Übernahmeprotokolls, Flaggenwechsel). Vorher war das Schiff von seiner Bauwerft am Schwarzen Meer über das Binnenwasserstraßen-System der SU und die Ostsee nach Baltijsk überführt und dort komplettiert worden.
Der Chef der Volksmarine, Admiral Wilhelm Ehm, stellt das KSS 142 offiziell unter dem Namen „Berlin“ in Dienst. Einige Wochen später wurde der Name des Schiffes in „Berlin - Hauptstadt der DDR“ geändert. Die Komplettierung des Namens war von der Berliner Bezirksleitung der SED gefordert worden.
Teilnahme des KSS „Rostock“ zur Sicherstellung des Schießabschnittes der Raketenschnellboote in Baltijsk
Flottenbesuch des KSS „Berlin“ zusammen mit dem Schulschiff „Wilhelm Pieck” in Tallinn (Tag der Seekriegsflotte der UdSSR). Der Besuch steht unter Leitung von Admiral Ehm.
Stehende Flottenparade im Stadthafen Rostock bei Teilnahme beider KSS 1159 aus Anlass des 30. Jahrestages der Gründung der DDR. Das KSS „Rostock“ ist Flaggschiff des Verbandes.
