Anhang 2: Berichtigungsliste
Berichtigungen zu Teil 7 der KSS-Reihe: Präzisierung der Dienstgrade von Neukirchen und Nordin im Beitrag „Fall´nse sich was ein“, eine Ergänzung zum dienstlichen Werdegang von Gerhard Thomas (mitgeteilt von Helmut Bechert) sowie vier Korrekturen zur Ereignistafel (1960, 1967, 1975, 1984).
Berichtigung zum Teil 7
Beitrag „Fall´nse sich was ein“
Seite 37: Wie das eben so ist, wenn man nach fast 50 Jahren versucht, ein Ereignis zu rekapitulieren: Nicht jedes Detail haftet noch im Gedächtnis. So wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass zum Zeitpunkt der geschilderten Episode der Dienstgrad von Neukirchen erst Konteradmiral und der von Nordin erst Kapitän zur See war. Und der Vollständigkeit halber: Beide waren in den genannten Dienststellungen nur „m.d.F.b.“ (mit der Führung beauftragt). Das hat aber auf den Inhalt von Uli Korns Beitrag keinerlei Einfluss und soll deshalb auch keine Kritik am Verfasser sein.
Keine Berichtigung aber eine passende Ergänzung: Uli Korn hatte am Ende seines Beitrages Sorge um die dienstliche Zukunft von Gerhard Thomas nach Versetzung aus der KSS-Brigade geäußert. Zu Unrecht, wie uns Herr Helmut Bechert, Diplomjournalist aus Berlin, wissen ließ. Herr Bechert, der sich intensiv mit der Geschichte maritimen Kräfte der DDR beschäftigt hat, konnte aus seinen Unterlagen – vielleicht nicht ganz lückenlos – den folgenden dienstlichen Werdegang von Gerhard Thomas ermitteln:
Gerhard Thomas war in der „Kriegsmarine“ als Steuermannsmaat/ Signalmaat gefahren. In den bewaffneten Kräften der DDR nahm er folgende Entwicklung:
| Zeitraum | Dienststellung |
|---|---|
| 1.2.1950 | Oberkommissar der Seepolizei. Noch im gleichen Jahr Kommandant des KS-Bootes „Freundschaft“ der Schulboots-Brigade, später Chef der KS-Bootsdivision |
| 1952 – 1953 | Seepolizeirat/ Kapitänleutnant, Stellvertreter des Leiters der Operativabteilung der Verwaltung der VP-See (Berlin, Schnellerstraße) |
| 1954 | kurzzeitig Chef der II. MLR-Division |
| 1955 – 1959 | Studium an der Seekriegsakademie in Leningrad |
| 1959 – 1962 | Chef der KSS-Brigade |
| 1962 | kurzzeitig Chef der 4. Sicherungsbrigade der 4. Flottille in Warnemünde |
| ab 1963 | Hauptfachlehrer an der Militärakademie in Dresden, Doktortitel |
| 1970 – 1976 | Chef der Schulbrigade in Parow, Fregattenkapitän, Kapitän zur See |
| 1976 | a. D., Versetzung in die Reserve |
Unser Kommentar: Ulis Sorgen waren völlig unbegründet.
Ereignistafel
| Datum | Berichtigung |
|---|---|
| 1960 Nov. 04. | Berichtigung: Das Flaggschiff des Verbandes mit dem Minister an Bord war das KSS „Ernst Thälmann“. KSS „Friedrich Engels“ schoss Salut. |
| 1967 Okt. 20. | Bisher war unter diesem Datum aufgeführt: „Anlässlich des 50. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution beteiligen sich die KSS „Karl Marx“ und „Karl Liebknecht“ an einer Flottenparade in Leningrad“. Wir hatten das in einer externen Quelle gefunden und übernommen. Das kann so nicht stimmen! Beide Schiffe hatten an der Orkanfahrt vom 17./18.10. teilgenommen und dabei leichte Schäden davongetragen. Schon rein zeitlich wäre eine Teilnahme an einer Flottenparade in Leningrad zwei Tage später kaum möglich gewesen. Wir haben uns entschlossen, diese Episode ganz aus der Ereignistafel zu streichen. |
| 1975 Okt. 07. | Stehende Flottenparade im Rostocker Stadthafen, Flaggschiff: KSS „Ernst Thälmann“. Dieses Ereignis gehört in das Jahr 1974. |
| 1984 Mai | Letzten Satz („Die bisher als kleine UAW-Schiffe …“) streichen. Diese neue Klassifizierung fand erst 1986 statt und stand so auch bereits in der Ereignistafel des Teiles 7. Wir hatten nur verabsäumt, das für 1984 zu löschen. |
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